Mushroom Mayhem begann mit einer (theoretisch) ganz einfachen Idee:
«Kartenspiele machen Spass. Pilze machen Spass. Warum also nicht beides kombinieren?»
Ich wollte mein eigenes Kartenspiel entwickeln, mit echten Pilzarten, spannenden Fakten und süssen Illustrationen. Also eigentlich alles, woran ich besonders gerne arbeite. Die passenden Spielmechaniken zu finden, die auch tatsächlich Spass machen, stellte sich allerdings als deutlich aufwendiger heraus als gedacht. Das Projekt selbst hat mir aber von Anfang an unglaublich viel Freude bereitet.
Der erste Schritt fiel mir leicht: kleine Pilzkrieger zu gestalten, jeder mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit. Die Welt der Pilze steckt voller erstaunlicher Arten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dabei überraschend niedlich sind. Als Vorlage dienten mir Fotos echter Pilze, die ich mit kleinen Details ergänzte, um daraus einzigartige Charaktere zu machen.
Die allererste Version von Mushroom Mayhem sah allerdings noch ziemlich anders aus. Nicht jeder Pilz hatte eine Spezialfähigkeit, insgesamt gab es weniger Charaktere und ursprünglich wollte ich auch noch Würfel für eine Extraportion Zufall einbauen. Beim ersten Spieletest wurde jedoch eines ziemlich schmerzhaft klar: Das Spiel machte keinen Spass. Die Balance stimmte nicht, die Regeln waren verwirrend und irgendwie funktionierte das Ganze einfach nicht. Eine ernüchternde Erinnerung daran, dass die erste Version nur selten auch gleich die endgültige ist.
Also ging es zurück ans Reissbrett. Mich von eigenen Ideen zu verabschieden, gehört nicht gerade zu meinen Stärken – besonders der Abschied von den Würfeln fiel mir schwer. Doch die Spielmechanik zu vereinfachen, stellte sich als genau die richtige Entscheidung heraus. Plötzlich machte das Spiel viel mehr Spass! Ich erweiterte die Auswahl auf insgesamt 36 Pilze und gab jedem eine eigene Spezialfähigkeit. Nach und nach entwickelte sich daraus ein Spielprinzip, das an ein klassisches Quartett erinnert. Dadurch liessen sich auch die Regeln viel einfacher erklären.
Ich gebe gerne zu, dass ich kein Naturtalent im Entwickeln von Spielen bin. Aber Mushroom Mayhem war ein echtes Herzensprojekt. Umso schöner und lohnender war es, als andere Menschen Interesse daran zeigen und meine Begeisterung für diese kleinen «Fun Guys» teilen.








